| Praktische Anwendung und Durchführung | |||||||||||||||||||||||||||||
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Beurteilung des Ackerbodens mit dem Ackerschätzungsrahmen Die Beurteilung ist für die Nutzung, Bearbeitung und Pflege des Bodens notwendig, bei Pacht und Kauf kann sie ebenfalls eine Rolle spielen. Nach dem amtlichen Verfahren der Bodenschätzung erhält jede landwirtschaftlich genutzte Fläche eine Wertzahl:
Um die Bodenzahl für einen
bestimmten Boden aus dem amtlichen Ackerschätzungsrahmen abzulesen,
sind vorher an Ort und Stelle genaue Feststellungen notwendig. Dazu muss
der Boden mindestens 50 cm aufgegraben werden, wenn dies nicht durch
Gestein o.ä. verhindert wird. Die notwendigen Feststellung werden in folgenden Reihenfolge vorgenommen:
I. Zusammensetzung des Bodens
= Bodenart Berücksichtigt werden hier in
erster Linie die aus Gestein entstandenen mineralischen Bestandteile des
Bodens: Sand und Ton. Vorgehensweise: Ist es nach der Fingerprobe ein leichter, mittlerer oder schwerer Boden?
II. Die Zustandsstufe des
Bodens Zustandsstufe 1 ist die beste, 7 die schlechteste Zustandsstufe.
III. Entstehung des Bodens
IV. Ergebnis einer Bodenschätzung: Bodenart, Zustandsstufe, Entstehung
= Bodenzahl nach Ackerschätzungsrahmen. Aus der Bodenzahl wird die Ackerzahl errechnet, indem Abschläge (evtl. auch Zuschläge) getätigt werden:
Beurteilung des Grünlandes mit dem Grünlandschätzungsrahmen Die Haupteinteilung des Grünlandes findet ebenfalls nach der Bodenart statt. Die Bodenartengruppen wurden jedoch auf 5 reduziert, wobei eine mineralische Bodenartengruppe zwei benachbarte Bodenarten aus dem Ackerschätzungsrahmen umfasst (z.B. S = S und Sl). Die Bodenstufen stellen ebenfalls eine Zusammenfassung der Zustandsstufen des Ackerschätzungsrahmens dar. Die Stufe I entspricht der Zustandsstufe 2 und 3, die Stufe II den Zustandsstufen 4 und 5, die Stufe III den Zustandsstufen 6 und 7. Die weitere Gliederung des Grünlandschätzungsrahmens wird auf Grund der Wasserverhältnisse getroffen. Hier sind 5 Stufen vorgesehen, wobei die Stufe 1 eine frische, gesunde Lage mit gutem Süßgräserbestand meint, während eine Stufe 5 ausgesprochen nasse bis sumpfige Lagen mit stauender Nässe, bzw. sehr trockene, dürre Lagen mit wenig guten Gräsern beschreibt. Die Klimaeinteilung beruht auf den Daten des deutschen Wetterdienstes für die entsprechenden Gegenden. Der Grünlandschätzungsrahmen sieht drei Klimastufen vor.
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