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Geologie des Odenwaldkreises | |
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![]() Übersichtskarte aus "Geologie des Landes Hessen" (Kurt Lotz) Der westliche Odenwald ist der flächenmäßig größte Aufschluss der kristallinen Gesteine in Hessen. Es handelt sich um einen 10 bis 15 km breiten und ca. 50 km langen Gebirgszug. Die westliche Grenze bildet die Bergstrasse (oberrheinische Tiefebene) von Heidelberg nach Darmstadt. Im Norden endet der Odenwald am Sprendlinger Horst (nördlich von Darmstadt) und an der Rheinheimer Bucht (südlich von Dieburg). Im Osten und Süden liegt der vom Buntsandstein geprägte größere Teil des östlichen Odenwaldes. Die Grenze im Osten entspricht ungefähr der als Otzberg-Störung bezeichneten Verwerfung. Der Buntsandstein des Odenwaldes unterscheidet sich markant vom kristallinen Teil. Während letzterer ein wechselvolles Auf und Ab mit vielen Kuppen und z.T. engen Tälern zeigt, hat der östliche Teil des Odenwaldes tischebene Hochflächen mit wenigen breiten Tälern. In der Nähe von Zwingenberg an der Bergstrasse erhebt sich der Melibocus mit 517 m. Er ist aber nicht der höchste Punkt des westlichen Odenwaldes. Das ist die ca. 15 km weiter östlich gelegene Neunkirchener Höhe mit 605 m. Der Granit ist das prägende Gestein des westlichen Odenwaldes. Bei der Verwitterung an den Hänger der Berge haben sich sog. Blockmeere gebildet (z.B. "Felsenmeer" bei Reichenbach). Es tritt aber auch Diorit, sowie metamorphe Schiefer und Gneise auf. Bei Hochstädten, Auerbach und Bensheim findet sich der durch seine schöne Bänderung bekannte Marmor. Dabei handelt es sich um Kalkgesteine, die bei der Gebirgsbildung in das Erdinnere versenkt und dort bei hohem Druck und hoher Temperatur umgewandelt wurden. Zudem sind an vielen Stellen des Odenwaldes Erze abgebaut worden (Eisen, Mangan, Kupfer, Blei und Silber). Aus dem Untergrund aufsteigendes heißes Wasser hat diese Metalle mitgeführt. Bei der folgenden Abkühlung und Kristallisation wurden Klüfte und Spalten (Gänge) gefüllt. Bodenprofile des Odenwaldes |