Vergleichsstücke der Bodenschätzung in der Gemarkung Hetzbach

VSt 1: S III b 3 - 21
VSt 2: lS II b 3 - 38
VSt 3: lS I b 3 - 42
VSt 4: L I b 2 - 65
VSt 5: lS II b 2 - 43
VSt 6: L II b 3 - 49
VSt 7: L 4 LöV - 65
VSt 8: L 5 LöV - 56
Gemarkungsbeschreibung

VSt 1: S III b 3 - 21
  1. schwach humoser bis humoser, schwach grusiger bis grusiger, schwach steiniger bis steiniger, lehmiger Sand; 1,5 bis 2 dm (Ah)
  2. roter, stark grusiger, stark bis sehr stark steiniger, sehr schwach lehmiger Sand bis Sand; 2 bis 2,5 dm (ilCv)

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Bodentyp: Regosol (RQ)

Nutzbare Feldkapazität  = 40 bis 45 

Hauptlage über Basislage

Ungleichmäßige Wurzelverteilung 

Ungleichmäßige  Packungsdichte

Wertbestimmende Standorteigenschaften des Bodens:

geringe nFK 

carbonatfrei

Grünlandnutzung

 

VSt 2: lS II b 3 - 38
  1. schwach humoser bis humoser, sehr schwach grusiger, stellenweise sehr schwach steiniger, lehmiger Sand; 2,5 dm (Ah)
  2. sehr schwach grusiger, schwach lehmiger bis lehmiger Sand; 2 dm (Bv)
  3. roter, schwach grusiger, schwach steiniger, lehmiger bis schwach toniger Sand; 3,5 dm (II ilCv)

 

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Bodentyp: Braunerde (BB)

Nutzbare Feldkapazität  = 85 bis 90 

Wurzelraum bis 6 dm

Ungleichmäßige Wurzelverteilung 

Mittlere bis geringe Packungsdichte

Wertbestimmende Standorteigenschaften des Bodens:

geringe bis mittlere nFK 

carbonatfrei

Grünlandnutzung

 

VSt 3: lS I b 3 - 42
  1. schwach humoser bis humoser, schwach grusiger, schwach steiniger, lehmiger bis stark lehmiger Sand; 2,5 dm (Ah)
  2. stellenweise schwach humoser, schwach grusiger, schwach steiniger bis steiniger, lehmiger Sand; 1,5 dm (Sw-M)
  3. sehr schwach gebleichter, schwach eisenschüssiger, sandiger, schwach toniger Lehm; 2,5 dm (Swd)
  4. roter, schwach gebleichter, schwach eisenschüssiger, schwach lehmiger Sand; 2,5 dm (Sd)
  5. rote Buntsandsteinverwitterung; 0,5 dm (Cv)

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Bodentyp: Pseudogley (SS)

Nutzbare Feldkapazität  = 95 bis 100 

Rezente Hydromorphiemerkmale ab 4 dm

Ungleichmäßige Wurzelverteilung 

Mittlere bis geringe Packungsdichte

Hauptlage-Mittellage-Basislage

Wertbestimmende Standorteigenschaften des Bodens:

mittlere nFK 

carbonatfrei

Grünlandnutzung

 

VSt 4: L I b 2 - 65
  1. humoser, sandiger bis stark sandiger Lehm; 3 dm (Ah)
  2. sehr schwach humoser, sandiger bis stark sandiger Lehm; 3,5 dm (M)
  3. schwach grusiger, schwach sandiger bis sandiger Lehm; 3,5 dm (Bv)

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Bodentyp: Kolluvisol (YK)

Nutzbare Feldkapazität  = 180 

Gleichmäßige Wurzelverteilung 

Mittlere Packungsdichte

Wertbestimmende Standorteigenschaften des Bodens:

hohe nFK 

carbonatfrei

ertragreicher Grünlandstandort

 

VSt 5: lS II b 2 - 43
  1. schwach humoser, lehmiger Sand; 2,5 dm (Ah)
  2. sehr schwach humoser, lehmiger Sand; 3 bis 3,5 dm (M)
  3. schwach gebleichter bis gebleichter, schwach eisenschüssiger, lehmiger bis schwach lehmiger Sand; 1 dm (M-Go)

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Bodentyp: Kolluvisol-Gley (YK-GG)

Nutzbare Feldkapazität  = 100 

Rezente Hydromorphiemerkmale ab 3 dm

Ungleichmäßige Wurzelverteilung 

Mittlere bis geringe Packungsdichte

Wertbestimmende Standorteigenschaften des Bodens:

mittlere nFK 

carbonatfrei

Grünlandnutzung

 

VSt 6: L II b 3 - 49
  1. schwach humoser bis humoser, feinsandiger Lehm mit einzelnen Steinen; 2,5 bis 3 dm (Ah)
  2. sehr schwach grusiger, sehr schwach steiniger, feinsandiger Lehm; 3 bis 3,5 dm (Bv)
  3. roter, stark grusiger, stark steiniger, sandiger, schwach lehmiger Ton; 0,5 dm (ilCv)

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Bodentyp: Braunerde (BB)

Nutzbare Feldkapazität  = 110 bis 120 

Hauptlage über Basislage

Ungleichmäßige Wurzelverteilung 

Mittlere  Packungsdichte

Wertbestimmende Standorteigenschaften des Bodens:

mittlere nFK 

carbonatfrei

Grünlandnutzung

 

VSt 7: L 4 LöV - 65
  1. schwach humoser bis humoser, schwach grusiger, feinsandiger Lehm; 3 dm (Ap)
  2. schwach bis sehr schwach humoser, schwach grusiger, feinsandiger Lehm; 4 bis 5 dm (M)
  3. stark bis sehr stark steiniger, feinsandiger Lehm; 1 dm (ilCv)

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Bodentyp: Kolluvisol (YK)

Nutzbare Feldkapazität  = 140 

Gleichmäßige Wurzelverteilung 

Mittlere Packungsdichte

Wertbestimmende Standorteigenschaften des Bodens:

mittlere bis hohe nFK 

carbonatfrei

Ackernutzung

wechselnde Bodenverhältnisse aufgrund Position am Mittelhang

 

VSt 8: L 5 LöV - 56
  1. schwach humoser, feinsandiger Lehm; 2,5 bis 3 dm (Ap)
  2. feinsandiger Lehm; 2 bis 2,5 dm (Bv)
  3. roter, steiniger, lehmiger Ton; 2 dm (ilCv) 

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Bodentyp: Braunerde (BB)

Nutzbare Feldkapazität  = 110 

Wurzelraum bis 5,5 dm

Gleichmäßige Wurzelverteilung 

Mittlere  Packungsdichte

Wertbestimmende Standorteigenschaften des Bodens:

mittlere nFK 

carbonatfrei

Ackernutzung

mittlerer Ackerstandort

 

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Gemarkungsbeschreibung:

Die Erstschätzung wurde in der Gemarkung Hetzbach im Jahre 1951 durchgeführt. Seinerzeit ist 2/3 der landwirtschaftlichen Nutzfläche mit dem Ackerschätzungsrahmen und lediglich 1/3 mittels des Grünlandschätzungsrahmens bewertet worden. Die Flächen werden heute zum größten Teil als Grünland genutzt.
In der Gemarkung fallen ca. 1000 mm Niederschlag. Angesichts dieser Niederschlagsmengen einerseits und der Hängigkeit der Flächen andererseits sowie der wirtschaftlichen Nutzung (die Gemarkung ist durch Milchvieh- und Pferdehaltung geprägt) entspricht eine Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen als Grünland der natürlichen Ertragsfähigkeit.
Die Gemarkung ist durch die Buntsandsteinverwitterung geprägt. im östlichen und nordöstlichen Teil der Gemarkung handelt es sich um leichte Substrate, die als anlehmige und lehmige Sande geschätzt wurden. Im westlichen und südwestlichen Teil finden sich Lehme und Lösslehme, die als lehmige Sande Eingang in die Bodenschätzung fanden.
Die Lössdecken wurden bei der Erstschätzung nicht als solche angesprochen. Diese tiefgründigeren Böden werden z.T. noch als Ackerland genutzt, stellen aber auch sehr ertragreiche Grünlandstandorte dar. 
Bodentypologisch sind in der Gemarkung Braunerden weit verbreitet. Die Lösse sind als Parabraunerden einzustufen, je nach Geländeposition finden sich im Hangfußbereich ausgedehnte Kolluvien. Im Talbereich entlang der Mümling treten Gleye bzw. Pseudogleye auf.

Die  Nachschätzungsarbeiten fanden von Ende März bis Ende April 2008 statt. Ein kurzer Wintereinbruch in der Osterwoche sorgte an 3 Schätzungstagen für eine geschlossene Schneedecke.