Vergleichsstücke der Bodenschätzung in der Gemarkung Lorsch
VSt 1: S 4 Al 27
VSt 2: L 4 Al 67
VSt 3: T II a 3 - 50
VSt 4: LT 4 Al 61
VSt 5: LT 4 Al 59
VSt 6: SL 4 Al 49
VSt 7: lS 3 Al 52
Bodenkarte
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Bodentyp: Regosol (RQ) Nutzbare Feldkapazität = 60 bis
70
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S 4 Al 27
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Bodentyp: Vega (AB) auf Gley (GG) Nutzbare Feldkapazität = 1400
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L 4 Al 67
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Bodentyp: Pelosol (DD) auf Gley (GG) Nutzbare Feldkapazität = 90
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T II a 3 – 50
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Bodentyp: Vega (AB) auf Gley (GG) Nutzbare Feldkapazität = 120 bis
130
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LT 4 Al – 61
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Bodentyp: Pelosol (DD) auf Gley (GG) Nutzbare Feldkapazität = 95
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LT 4 Al – 59
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Bodentyp: Parabraunerde-Gley (LL-GG) Nutzbare Feldkapazität = 90
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SL 4 Al – 49
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Bodentyp: Gley-Vega (GG-AB) Nutzbare Feldkapazität = 115
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lS 3 Al 52
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Die Landschaftseinheit "nördliche Oberrheinebene" umfasst den Raum, der sichtbar durch die fluviale Tätigkeit des Rheins geschaffen und weitergebildet wurde. Eingeschlossen ist aber auch das Mäandersystem des Altneckars, der seinerzeit entlang der Bergstrasse floss und erst ab etwa Groß-Gerau dem Rhein zustrebte. Die oberflächennahen Sedimente im nördlichen Oberrheingraben sind im Untergrund meist Kies, darüber Sande, Schluffe und Tone, in Altläufen auch Torfe. Die Landschaft besitzt über weite Strecken einen relativ flachwelligen und dem Talgefälle entsprechenden schwach nach Norden geneigten Charakter. Für die Rheinniederung sind Geländehöhen zwischen 84 bis 90 m ü. NN kennzeichnend, für das höhere Hochgestade ein Höhenniveau von 86 bis 95 m ü. NN. Dort treten stärkere Reliefunterschiede in den Flugsandgebieten auf, die häufig Höhen von 92 bis 95 m ü. NN aufweisen, nach Osten zum Odenwald hin auch ca. 130 m ü. NN erreichen können. Sind die Rheinmäander und Teile des Hochgestades im Hessischen Ried von ausgesprochener Reliefarmut geprägt, gehen die flachwelligen, mit kalkhaltigen Flugsanden überdeckten Bereiche des Hochgestades im Norden fließend in die schmale, aus Sedimenten aufgebaute, meist lössbedeckte Bergstraße über. Während auf den überwiegend bewaldeten Flugsanden blassbraune Braunerden und Bänderparabraunerden verbreitet sind, dominieren auf den Hochflutsedimenten landwirtschaftlich intensiv genutzte Parabraunerden. Die Beanspruchung der Böden hat trotz der Ebenheit der Landschaft Erosionsschäden hinterlassen und die Bodenprofile gekappt. Andererseits wurde das Bodenmaterial am Ackerrain akkumuliert, so dass nach und nach lang gestreckte, bis zu 2 m hohe Ackerberge entstanden, die heute als engmaschiges Netz einstige Wegesysteme nachzeichnen. Wo feinere Sedimente zur Ablagerung kamen, die zudem noch durch die pedogenen Tonanreicherung im Unterboden verdichteten, entwickelten sich staunasse Standorte bis hin zu Pseudogley. Während auf dem Hochgestade keine Altläufe des Rheins erkennbar sind, zeichnen sich die verbreitet mit Torfen und Torflagen verfüllten Mäanderaltläufe des Altneckars deutlich ab. Das "Altneckar-Hochgestade" trägt recht tonige Hochflutsedimente mit vorherrschend pelosolartigen Böden. Eine bodenkundliche Besonderheit sind die "Rheinweiß"(Gco) Horizonte. Diese Kalkanreicherungshorizonte können bei Austrocknung aushärten. Der Carbonatgehalt (bis zu 80 %) täuscht eine Schluffdominanz vor. Die sogenannten "schwarzen Tone" tragen eine teilweise schon grundwasserbeeinflusste Bodengesellschaft mit (Relikt) Auengley-Pelosol als Leitbodenform, begleitend von Auengley und Vega. Auffällig ist die Zusammensetzung der Tonmineralgarnitur, die eine deutliche Dominanz von Smectit aufweist. Auf den vornehmlich sandig-schluffigen Sedimenten bildete sich eine Vega-Auengley Bodengesellschaft ob des hohen rezenten Grundwasserbestandes aus, ohne das für die älteren Mäandergenerationen so typische Rheinweiß. Das Korngrößenspektrum der jüngsten Sedimente ist noch stärker zum Sand verschoben. |
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Die Nachschätzung umfasst die Änderung der Nutzungsart von Grünland nach Ackerland. Insbesondere im nordöstlichen Gemarkungsteil entlang der Weschnitz wurde durch die Weschnitzregulierung sowie durch die Absenkung des Grundwasserstandes eine ackerbauliche Nutzung möglich, die angesichts der tiefgründigen Böden auch wirtschaftlich sinnvoll erscheint. In den benachbarten Gemarkungsteilen sind insbesondere bei den schweren Böden die schlechteren Zustandsstufen zu überprüfen. |